Datenrettung in Wien: Kosten?

Unsere Daten sind unbezahlbar. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir dazu bereit sind ein Vermögen für eine Datenrettung zu bezahlen. Deshalb ist es gut zu wissen was eine Datenrettung in Wien kosten kann und mit welchen Kosten zu rechnen sind.

Wovon hängen die Kosten der Datenrettung ab?

Die Kosten einer Datenrettung hängen von vielen Faktoren ab. Dabei haben diese Faktoren den größten Einfluss auf den Preis:

  • Handelt es sich um einen Eingabefehler (gelöschte Daten oder formatierte Datenträger), logischen Fehler (Softwarefehler) oder mechanischen Defekt (Datenträger ist beschädigt, Hardware ist defekt)
  • Um welche Art von Datenträger bzw. System handelt es sich? (Festplatte, Server, RAID, …)
  • Wie groß sind die Daten bzw. der Datenträger?
  • Wie schnell werden die Daten wieder benötigt?

Eingabefehler, logischer Fehler oder mechanischer Defekt

Eingabefehler

Wenn versehentlich Daten gelöscht oder unabsichtlich ein Datenträger formatiert wurde, spricht man meist von einem Eingabefehler. Das liegt daran, dass diese Art des Datenverlusts meist durch den Anwender selbst zustande kommt. Es kann aber auch durch gewisse Programme oder Malware (Schadsoftware) zum Entfernen wichtiger Daten kommen.

Um die Chancen auf eine erfolgreiche Datenrettung zu erhöhen, sollten Sie den betroffenen Datenträger ausschalten und nicht mehr verwenden. Jeder weitere Einsatz des Datenträgers kann einen Schreibvorgang verursachen, der wiederum die vermeintlich gelöschten Daten überschreiben kann.

Je nachdem wie viele Schreibvorgänge zwischen dem Löschvorgang oder der Formatierung des Datenträgers und der Datenrettung durchgeführt wurden, sind der Aufwand sowie die Erfolgschancen der Datenrettung höher oder geringer. Diese Art der Datenrettung kommt in der Regel aber am günstigsten.

Logischer Fehler

Als logischer Fehler wird ein Softwarefehler bezeichnet, der dafür sorgt, dass man nicht mehr auf die Daten oder den Datenträger zugreifen kann. Darunter fällt u.a. eine beschädigte Partitionstabelle. Diese kann durch das richtige Know-how und der richtigen Software wiederhergestellt werden. Bei einem logischen Fehler ist der Datenträger bzw. die Hardware nicht beschädigt. Es handelt sich lediglich um einen Softwarefehler.

Bemerkbar macht sich eine beschädigte Partitionstabelle z.B. dadurch, dass Sie vom Betriebssystem aufgefordert werden den Datenträger zu formatieren. Kommen Sie dieser Aufforderung aber nicht nach, da die Formatierung des Datenträgers die Chance auf eine erfolgreiche Datenrettung senkt.

Bei einem logischen Fehler kostet die Datenwiederherstellung im Normalfall ca. so viel wie bei einem Eingabefehler. Abhängig vom Aufwand der Datenwiederherstellung können die Kosten aber auch deutlich darüber liegen.

Mechanischer Defekt

Beim mechanischen Defekt ist – wie der Name schon sagt – die Hardware beschädigt. Abhängig von der Art des jeweiligen Datenträgers ist die Datenrettung dabei aufwändiger als bei einem Eingabe- oder Softwarefehler. Das liegt u.a. daran, dass bei einem mechanischen Defekt der Datenträger meist in einem Reinraum geöffnet werden muss damit der Datenträger nicht verschmutzt und dadurch womöglich nicht mehr repariert werden kann. Für diese Art der Datenrettung ist zudem ein sehr großes Ersatzteillager notwendig um für sämtliche Arten, Marken und Modelle von Datenträgern die passende Komponente zum Tausch zu haben. Kleinere Datenrettungsfirmen wickeln deshalb Hardwareschäden teilweise über andere, größere Datenretter ab.

Der Preis eine Datenrettung bei einem mechanischen Defekt ist höher als bei einem Softwarefehler oder Eingabefehler.

Welche Art von Datenträger

Die Art des Datenträgers spielt eine entscheidende Rolle wenn es um den Aufwand und somit um die Kosten einer Datenrettung geht. Dabei sind Datenrettungen bei Festplatten, SSDs, Smartphones, Tablets, USB-Sticks und Speicherkarten meist leichter zu realisieren, als bei RAID-Systemen, NAS-Systemen, Servern oder virtuellen Servern. Das liegt an der Komplexität dieser Systeme, die zu einer längeren Analysedauer sowie eine komplizierteren Datenrettung führen.

Größe der Daten bzw. des Datenträgers

Manche Datenretter berechnen die Datenrettung nach der Größe der Daten bzw. des Datenträgers. Erkundigen Sie sich bereits im Vorfeld beim Datenretter ob dieser nach tatsächlichem Aufwand oder nach der Größe der Daten bzw. des Datenträgers die Kosten berechnet.

Wie schnell werden die Daten wieder benötigt?

Die meisten Datenretter bieten verschiedene Service-Arten an, die sich meist in der Dauer der Datenträger-Abholung, der Analysedauer sowie der Datenrettungsdauer unterscheiden. Je schneller Sie Ihre Daten wieder benötigen, desto höher sind die Kosten.

Fazit

Egal, ob Sie eine Datenrettung in Wien oder in einer anderen Stadt benötigen: Achten Sie auf angegebene Kosten und Kleingeschriebenes. Viele Datenretter bieten eine kostenlose Abholung und Analyse des Datenträgers an. Bei manchen Anbietern ist dies aber nur kostenlos, wenn Sie nach der Analyse den Auftrag zur Rettung der Daten geben.

Ebenso kann es sein, dass bei einer nicht erfolgreichen Datenrettung nur ein Teil der Kosten erstattet wird. Der Datenretter Ontrack mit Sitz in Wien bietet daher z.B. einen „Keine Daten, keine Kosten“ Service an. Damit sind Kunden im Fall des Falles auf der sicheren Seite.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf: https://oeat.at/datenrettung-in-wien-kosten/

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